Veranstaltungsreihe Neue gesichter der Kultur

Vernetzung mit und in der regionalen Kulturszene hat sich der Verein KulturNetz Kassel zur Aufgabe gemacht. Dazu gehört die Absicht, die für Kassels Kultur wichtigen Persönlichkeiten und Gruppen einem interessierten Publikum besser bekannt zu machen, um einen Dialog und stärkeren Austausch untereinander zu ermöglichen. Es sollen künftig nicht nur öffentlich bekannte, in Kunst und Kultur wirkende Menschen, sondern auch solche, die Themen, Positionen oder Vorhaben vertreten, die nicht allseits bekannt sind, vorgestellt werden.

Nächste Veranstaltung:

Donnerstag, den 23.02.2023, 18:30 Uhr

GRIMMwelt Kassel, Weinbergstraße 21, 34117 Kassel

Jan Sauerwald, Programmleiter und Geschäftsführer der „GRIMMWELT Kassel“ und Prof Dr. Holger Erhardt, Inhaber der apl. Professur „Werk und Wirkung der Brüder Grimm“ an der Universität Kassel im Gespräch mit Dipl.-Ing. Architektin Barbara Ettinger-Brinckmann und Prof. Dr. Heidi Möller

In dieser Veranstaltungsreihe kommen Personen zu Wort, die im kulturellen Leben der Stadt eine Rolle spielen, vielleicht der Öffentlichkeit (noch) nicht allseits bekannt sind, Themen gelegentlich auch „gegen den Strich bürsten“.

 

 


Tanzen und tanzen lassen“ – Veranstaltung „Neue Gesichter der Kultur“ mit „Tango Querido“ und Tanzdirektor Thorsten Teubl Dieses Statement verblüffte: „Kassel hat an der Gesamtbevölkerung gemessen mehr Tangotänzer:innen als Buenos Aires“, erläutere Amir Helalat von der Tanzschule „Tango Querido“, die er mit Partnerin Susanne Helalat leitet. Gemeinsam mit Thorsten Teubl, dem Tanzdirektor von „Tanz Kassel“, der neuen Tanzcompagnie des Staatstheaters Kassel, waren sie im September zu Gast in der Reihe „Neue Gesichter der Kultur“, einer Veranstaltungsreihe der Vereins KulturNetz Kassel. Es war herbstkühl auf dem offenen Gleis im Kulturbahnhof, die mitunter schrille Geräuschkulisse ließ nicht vergessen, dass es sich um einen Bahnhof in Betrieb handelt. Und doch erlebte das Publikum einen Abend angefüllt mit Erkenntnissen über das Tanzen. Das lag an den interessant und locker erzählenden Gästen, die dem Tanz mir Kopf und Herz verbunden sind. Und an den umfassend auf das Thema vorbereiteten Moderatorinnen Prof. Dr. Heidi Möller und Barbara Ettinger Brinckmann, die mit ihren Gästen ein Gespräch auf Augenhöhe führten. Er glaube an die Vielfalt im Tanz, unterstrich Teubl. Daher will er dem Kasseler Publikum ermöglichen, unterschiedliche choreographische Handschriften zu erleben. Aufgewachsen auf der Schwäbischen Alb, bringe er eine große Portion Demut mit und sehe es als ein Geschenk an, im neuen Team von Intendant Florian Lutz für die Sparte Tanz im Staatstheater Kassel verantwortlich zu sein. Die neue Tanzkompagnie arbeite mit einem kuratierenden Modell, das den Chefchoreographen ersetze. Verschiedene Gastchoreographen werden mit der Tanztruppe, die aus zwölf fest engagierten Tänzerinnen und Tänzern aus zehn Nationen sowie Gästen besteht, Stücke entwickeln. Petra Bohnenkamp 

Foto: Anna Mertens
Foto: Anna Mertens

Am 17.  Mai 2022 hatte der Verein zu einem Podiumsgespräch im Rahmen der Veranstaltungsreihe  „Neue Ge­sich­ter der Kul­tur“  in die Kasseler Kunsthochschule (Ausstellungshalle) eingeladen. Barbara Ettinger-Brinckmann & Prof. Dr. Heidi Möller waren im Gespräch mit Prof. Dr. Martin Schmidl (Rektor Kunsthochschule Kassel) und Jero van Nieuwkoop (Vorsitzender Kasseler Kunstverein e.V.).


Foto: Bildarchiv KulturNetz
Foto: Bildarchiv KulturNetz

In Kooperation mit der “Fördergesellschaft Staatstheater Kassel“ wurde am  9. November 2021 in der Veranstaltung “Gesichter der Kultur im Resonanzboden“ der neue Intendant des Kasseler Staatstheaters, Florian Lutz, einem interessierten Publikum vorgestellt. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bernhard Striegel, Vorsitzender des Fördervereins, und Elfriede Huber-Söllner, Vorstand des KulturNetz, erkundeten Prof. Dr. Wilfried Sommer (Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V.) und Prof. Dr. Heidi Möller (KulturNetz) in einem facettenreichen und humorvollen Gespräch mit Florian Lutz dessen bisherige künstlerische Laufbahn, seine Pläne für die Zukunft des Kasseler Staatstheaters, seine Arbeitsschwerpunkte.

Als Schlaglichter seien hier genannt die stärkere Verzahnung des Theaters mit der Stadtgesellschaft, seine Öffnung für alle Bürgerinnen und Bürger, Vertiefung der Jugendarbeit, Kooperation mit der freien Szene. Das Drei-Sparten-Haus, in dem bereits Konzerte stattfinden und Junges Theater seinen Platz hat, soll quasi zu einem Fünf-Sparten-Haus weiterentwickelt werden, das auf den Säulen Oper, Schauspiel, Tanz, Konzert und Jugendarbeit steht, nicht ruht, sondern lebendig und in Bewegung bleibt. Im Anschluss an das Podiums-Gespräch moderierte Barbara Ettinger-Brinckmann Fragen und Statements aus dem Publikum.