Das Soziale in der Kultur
Das „Soziale in der Kultur“ wird ganz allgemein verstanden
- als Aufgabe, Verantwortung und Verpflichtung von Kultur
- gemeinschaftsbildend zu wirken,
- identitätsbildend zu wirken nicht im Sinne von Vereinheitlichung oder der Nivelierung von kulturellen Unterschieden
- Aktivitäten zu fördern, die verbinden und vermitteln,
- Rahmenbedingungen zu schaffen, die Ausgrenzungen aufheben und
- Schwellen abbauen und Zugänge ermöglichen
- Respekt. Toleranz, gegenseitige Wertschätzung zu fördern
- Anerkennung von kultureller Eigenständigkeit und Gleichwertigkeit.
Diese Definition und Ausrichtung ist sowohl
- auf Zielgruppen (Migranten, Kinder und Jugendliche, Alte, Behinderte etc),
- auf soziale und ethnischer Herkunft oder gesellschaftlichen Stand,
- auf gesellschaftliche Subkulturen oder Szenen
- als auch kulturelle wie künstlerische Sparten oder Genre bezogene Prozesse und kulturelle Interaktionen zu beziehen.
Als mögliche Schritte in der Arbeit des Kulturnetzes werden genannt:
- Definition des gemeinsamen Kulturbegriffes (nicht als wissenschaftliche Abhandlung, sondern in der Vergewisserung des Konsenses im Rahmen der Kutturhauptstadt-Leitlinien)
- Bestandaufnahme der kulturellen Aktivitäten (als aktuelle Zwischenbilanz und als Struktur / Raster für das kulturelle Gesamtpraxisfeld, wird im Rahmen der Präsentation der Mitglieder in der AG-Internet geleistet, soll bestehende spartenbezogenen Bestandsaufnahmen und Daten einbeziehen)
- Bestandaufnahme von ungleichen kulturellen Chancen (welche Kultur wird gefordert, welche Sparten etc. werden nicht finanziert? u.a.)
- Klären der Rahmenbedingungen von Kulturpraxis-, gestaltung und Förderung im Sinne der Verantwortung und Aufgabenstellung von Kultur (als Vorschlag wurden z.B. offene Foren oder Plattformen genannt)
Als Arbeitsschwerpunkte in den vergangenen beiden Jahren wurde das Thema "Feste feiern" festgelegt.

