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Im Interview: Herbert Troup im Gespräch mit Winfried Jenior, Verleger, Kassel 

Sie sind Inhaber eines kleinen Verlages und betreiben ein Buchantiquariat. Gibt es einen Schwerpunkt in Ihrem Verlag?

Den Schwerpunkt bilden nordhessische Themen, teilweise in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel, Buchreihen wie „Nationalsozialismus in Nordhessen“, Studien zu Subsistenz, Familie, Politik“ oder die „Kasseler Schriften zur Friedenspolitik“, das „Künstlerlexikon Hessen-Kassel“  oder "Literatur in der Region". Das neueste Buch ist „Museen in Hessen“. Andererseits spanische Kulturgeschichte mit Schwerpunkt Andalusien.

Und in Ihrem Antiquariat?

Im Antiquariat ist das Angebot breit gestreut: Sehr viele Taschenbücher, Literatur, Kunst, Reiseliteratur, Philosophie, Geschichte und natürlich zahlreiche Bücher über Spanien und in spanischer Sprache.

Finden Sie das kulturelle Leben in Kassel interessant?

Auch wenn Kassel für die Documenta zurecht berühmt ist, gibt es eine Vielzahl von guten Angeboten in den Bereichen Literatur, Kunst und Musik.

Was hat Ihnen besonders gefallen in der letzten Zeit?

Der Kasseler Foto-Frühling war eine spannende Tagung zum Thema Fotobuch.

Wenn Sie der Bürgermeister wären, was würden Sie in der Kultur bewegen?

Ich würde die zahlreichen Initiativen stärken und unterstützen, die die „Kultur von unten“ tragen. Es gibt sie in allen Bereichen: Literatur, Theater, Kunst, Musik. Sie sorgen für Vielfalt im kulturellen Leben der Stadt.

Was war Ihr erstes kulturelles Highlight in Kassel?

Ich lebe seit Sommer 1972 in Kassel, die 5. Documenta von Harald Szeemann hatte gerade angefangen.

Was empfehlen Sie dem Kulturnetz?

Erfahrungsaustausch, praktische und logistische Unterstützung für die Mitgliedsinitiativen und Vereine, Veranstaltungen wie die zur Künstlersozialkasse etc.

Das Gespräch führte Herbert Troup